Chili green

Grüner Chili - Chili green

Christoph Kolumbus lernte die scharfen Chili-Schoten Ende des 15. Jahrhunderts in der Karibik (“West-Indien”) kennen. Er brachte die kleinen Beeren, bzw. Kapseln, die er für eine verwandte Art des indischen Pfeffers hielt, nach Spanien. Daraus resultiert, dass mancherorts Chilis als „Spanischer Pfeffer“ angeboten werden. Chili ist der internationale Oberbegriff. In Deutschland werden sie oft “Peperoni”, in Italien “Peperoncini”, in Südamerika “Aji” genannt.

Chilis sind für alle die gern scharf essen das „I-Tüpfelchen“ ihrer Mahlzeiten.
Besonders die frischen grünen, herrlich knackigen Chilischoten, die Chili green, haben es den Kennern unter den Chili-Liebhabern angetan.
Die Chili green, ausgewachsene, noch grüne Schoten, befinden sich auf dem Höhepunkt der Schärfeentwicklung. Piquin-Chilis erreichen diese nach ca. 40 Tagen, Habaneros nach ca. 50 Tagen. Mexikanische Werte, hierzulande dauerte es 1 bis 2 Wochen länger. Danach nimmt die Schärfe zum und nach dem Farbwechsel wieder ab und die Schoten entwickeln mehr an Aroma. Die Industrie bevorzugt fast ausschließlich die nicht ganz so scharfen Jalapenos und Serranos als Chili green.
Die vorzugsweise grün geern

teten Sorten sind außer diesen: die kräftig grünen NewMex-Sorten wie Anaheim, Poblano (vergleichbar der türkischen Dolmalik), Tabasco, die dunkelgrünen Koraen Chili, die sehr kleinen, feurig scharfen, afrikanischen Bird’s Eye, die etwas süßlichen Peperoncini.

Die Amerikaner lieben das besonders rauchige Aroma ihrer bevorzugten Chili green Sorten Anaheim, Poblano, Jalapenos. In speziellen Röstern werden sie per Gasflamme enthäutet und danach als „Chiles Rellenos“ oder „Green Chile Stew“ verwendet, gefüllt oder eingefroren. Chili green der Sorte Tabasco werden in Louisiana bevorzugt.

Unter den Chili green befinden sich auch die kleinen, teuflisch scharfen Thai.
Indien ist Spitzenreiter der Chili-Verwendung. In der indischen, auch in der Küche der Tamilen auf Sri Lanka, werden Chili green bevorzugt eingesetzt. Ob ganze, nur längs aufgeschnittene oder gehackte Schoten verwendet werden, h

at Einfluss auf die Schärfe des Gerichts (indisch: Currys). Authentisch gelingt ein indisches Gericht z. B. durch Verwendung von Chili green Exemplaren der Sorte Milakaay. Bei den Tamilen/Sri Lanka ist Milakaay der Oberbegriff ihrer Chilis: Galuku Agro, Green Mesh. Chinesen mögen ihre dunkelgrünen, langen Chili la jiao/tien tsin, die kurzen, aufrecht wachsenden chao tian jiao.

Asiaten verarbeiten Chili green gern zu Pasten. Die Chili green Paste enthält noch Knoblauch und Koriander. Nam Phrik nennen sich die Thai Chili-Pasten.

Die schärfsten Chili green sitzen immer am unteren Pflanzenteil. Die Schärfe ist von der Sorte abhängig. Die Schärfe wird seit 1912 mittels Scoville Units (SCU) und neuerdings auch durch HPLC (Hochdruck-Flüssigkeits-Chromatographie) bestimmt. Peperoni liegen bei 500 SCU, Red Savina, ein Habanero Chili, bei 520.000 SCU. Schärfster Chili ist mit knapp 1.000.000 SCU die indische Chili Naga Jolokia (auch „Bhut Jolokia“, „Bih Jolokia“, „Naga Morich“). Es ist ratsam bei der Verarbeitung Handschuhe zu tragen, zumindest sollte es zu keinem Hautkontakt, speziell an Augen und Schleimhäuten, kommen.

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